Ich durfte gestern die Intro-Worte für den Informations-Tag des Fresh X Kurses von Kirche² sprechen. Hier archiviere ich den Text.
An diesem Wochenende hatte ich endlich Zeit Dave Grohls Dokumentation über die Sound City Studios in LA, California zu sehen (derzeit Film der Woche bei iTunes und daher für 0,99€ ausleihbar). Der Film ist auf vielen Ebenen unheimlich inspirierend. Nicht nur ästhetisch, musikalisch oder auch in der Art und Weise wie das Multitalent Grohl weiß, Geschichten zu erzählen.
Auch wenn der Mai gerade erst in seine zweite Hälfte aufgebrochen ist, habe ich in diesen zwei Wochen schon recht viel von Deutschland bereist, und zwischen Hamburg, Berlin und Augsburg erlebt, was ganze Blogarchive füllen könnte. Zunächst besuchte ich meinen ersten Kirchentag, daraufhin ging es nach Berlin zur re:publica und schließlich gab ich in Augsburg eine Social Media Schulung.
Nach ereignisreichen 2 Wochen beim Kirchentag und auf der re:publica (dazu dann bald an anderer Stelle mehr) komme ich langsam wieder im Alltag an. Das Mitwirken im Social Media Team einer Großveranstaltung und die Teilnahme an einem der inspirierensten Konferenzen Deutschlands war sehr eindrücklich und ich muss mir noch etwas Zeit geben, bevor ich davon etwas schriftlich festmachen kann. Doch, nicht nur das Erlebte in Hamburg und Berlin hat Spuren hinterlassen; etwas anderes hat sich noch verändert.
Manchmal kann ich es nicht vermeiden, die verschiedenen Arbeitsbereiche oder vielmehr Aufgabenstellungen und Phänomene, mit denen ich es zu tun habe zu vergleichen. Ich suche nach ähnlichen Strukturen, um bestimme Lösungen oder Gedankenansätze auf Probleme und Aufgaben im jeweils anderen Bereich anzuwenden. Da ich als »Theologin mit einem Arbeitsplatz im Internet« ziemlich unterschiedliche Dinge zu tun habe, kann das manchmal ziemlich abgefahren wirken. Ich erlebe es aber immer wieder als eine große Bereicherung.
Manchmal werde ich den Verdacht nicht los, dass es zu schnell geht: Eine Facebook Seite für die Gemeinde oder Jugendgruppe ist mit ein paar Mausklicks eingerichtet, Twitter ist irgendwie auch so etwas wie SMS schreiben und das mit der Website »machen wir ja schon seit Jahren«. Das mag in einigen Fällen mal besser, mal schlechter funktionieren. Doch Allheilmittel ist der Einsatz dieser Dienste und Tools nicht und eben weil es so schnell geht, unterschätzen wir den prozesshaften Charakter dieser (»neuen«) Kommunikationswege.
Take a seat where should I begin?
Ich will nicht vom Ende schreiben, nicht vom Abschied und dem was war. Ich will davon erzählen, dass etwas begonnen hat.
Mit Stirnrunzeln lese ich meinen Jahresrückblick 2011. Das alles scheint so weit weg und doch erst gestern gewesen. Ich habe die Tracks im Ohr. Weiß noch genau wie sich die Probleme anfühlen, die ich da beschreibe. Und ich kann die Hoffnung spüren, die zwischen den Zeilen steckt. Eine Hoffnung auf etwas mehr Ruhe und Konstanz. Aber irgendwie ist das ja immer das gleiche – der Wandel das einzig Beständige. Ähnliches werde ich in einem Jahr an gleicher Stelle behaupten und empfinden.
Gestern war wieder einer der Tage, an denen ich mich auf die Reise zwischen die Welten machte. Ein Tag an dem ich wusste, das wird viele Erkenntnisse bringen, aber auch viel Fragen aufwerfen. Ein Tag, der Weichen stellen könnte.
Am gestrigen Tage besuchte ich das Convention Camp hier in Hannover. Diese Veranstaltung ist einer der Orte, an denen die so genannte Kreativszene genauso ihren Platz hat wie etablierte Unternehmen wie eben auch die Wissenschaft mit ihren vielen Disziplinen.
Wenn ich nach meinem Job gefragt werde, antworte ich vor allem dann wenn es schnell gehen soll, dass ich Webdesignerin bin. Aber so richtig wohl fühle ich mich dabei nicht.

